Sa. 12.05.2007
bis
So. 05.10.2008

Joe Scanlan - Passing Through

Joe Scanlan

assing Through besteht aus zwei Teilen. Ein von Scanlan mit Hilfe zweier Architekten entwickelter Pavillon in Leichtbauweise wird ausgewählte Arbeiten von ihm, aber auch solche von anderen Künstlern präsentieren. Mit wenigen Handgriffen kann der Pavillon verändert werden, sodass immer wieder andere Raumgefüge entstehen. Im Laufe der Zeit wird er so durch regelmäßigen, partiellen Umbau langsam über die vier Flügel des Kuppelraums ""wandern"". Der Pavillon ist gleichzeitig Skulptur und funktionales Gehäuse, er kann ebenso für Kunst wie in Zukunft auch für andere Zwecke genutzt werden. Er nimmt die flanierende Bewegung des Besuchers im Kuppelraum auf, unterwandert so beiläufig seine eigene statische Natur und gibt den gezeigten Kunstwerken dennoch einen flexiblen Rahmen. Bewusst verschiebt er dabei den musealen Charakter in Richtung auf Präsentationsformen, wie man sie aus Messe- oder anderen Konsumarchitekturen kennt. Die Wahl bescheidener, aber klarer und eleganter Formen und Materialien gibt dem Pavillon eine ganz eigene Würde, die auf das scheinbare Paradox einer seriösen Kunst im Kontext der Ökonomie zielt.

Für den zweiten Teil des Projektes hat Scanlan eine große, freistehende Wand durch einen riesigen schwarzen Rahmen in die Projektionsfläche eines Tageslichtkinos im wörtlichen Sinne verwandelt. Der Film, der hier abläuft, ist das sich ständig verändernde Spiel von Licht und Schatten, in dem die komplexe Stahlkonstruktion der Kuppel das zentrale Motiv ist. Wenn der Pavillon Bewegung und Veränderung in rationaler Weise anschaulich macht, bietet das Kino sie als eher unbewusste Zustände zur Kontemplation an. In beiden Fällen aber sind es einfache architektonische Eingriffe, die als vorübergehende (passing through) Strukturen das Sehen und Erleben beeinflussen.

Mit dem setzt Joe Scanlan seine in den 1980er Jahren begonnenen, vielgestaltigen Untersuchungen in den Zwischenräumen von Kunst, Design, Architektur sowie Ökonomie und Ökologie fort und schafft ein Instrument, das sowohl sein eigenes Werk als auch den Kuppelraum von K21 in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Veranstaltungsort:
K 21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Grabbeplatz 5
Deutschland - 40213 Düsseldorf

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Kategorie:
Ausstellung

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